Seide

740 Words3 Pages
„Seide“ von Alessandro Baricco

Alessandro Baricco

Geboren 1958 in Turin, studierte Philosophie und Musik. Er schrieb Musikkritiken und Essays über Musik, bevor er mit seinen Roman „Seide“ (1997), „Land aus Glas“ (1998) und „Novecento“ (1999) den großen Druchbruch erzielte. Mit seiner erfolgreichen Fernseh-Literatursendung „Pickwick“ und der Gründung einer Kreativitätsuniversität in Turin, der „Scuola Holden“, ist Baricco endgültig zum Kultautor avanciert.

„Seide“, ist ein literarischer Bestseller, der in wunderschöner, poetischer Sprache eine leise Geschichte über das Begehren erzählt. Alessandro Baricco erzählt in einer Parabel über das Glück und seine Unerreichbarkeit.
Hauptperson des Buches ist Hervé Joncour, der als Seidenhändler arbeitet und ein ruhiger und ausgeglichener Mensch. Verheiratet ist er mit Hélène, die als hübsche Frau mit einer wundervollen Stimme beschrieben wird.
Obwohl Hervé seine Frau liebt, sucht er doch nach Glück und Leidenschaft, die er schließlich in Japan, verkörpert in einer mädchenhaften Frau, deren Augen nicht asiatisch geschnitten sind, findet. Dieser Frau begehrt er wie er noch keine andere Frau begehrt hat. Doch er sehnt sich nur nach ihr, weil sie für ihn unerreichbar ist. Die Sehnsucht nach dieser Frau verfolgt ihn jahrelang, bis er endlich bemerkt, daß er das große Glück und die Liebe bereits in seiner eigenen Frau gefunden, jedoch nie wahrgenommen hat. Doch erst als seine Frau stirbt, begreift er es. Um sich davor zu bewahren, unglücklich zu sein, verbringt er die Tage damit, seinen üblichen Gewohnheiten nach zugehen.
Doch manchmal ging er auch zu einem See hinunter, „... denn es schien ihm, als zeichne sich auf dem Wasser das unerklärliche, schwerelose Schauspiel dessen ab, was sein Leben gewesen war.“
Nur zweimal in seinem Leben hat er sich so gefühlt. Beim ersten Mal, als ihm klar wurde, daß er die rätselhafte Frau, die er so sehr begehrte, nicht mehr wiedersehen wird und nach dem Tod seiner Frau, als er seine große Liebe verlor.

Hervé Joncour, ein Seidenhändler, lebt mit seiner Frau Hélène ein ruhiges Leben in Lavilledieu. Nur einmal im Jahr fährt er durch die ganze Welt, um Larven von Seidenraupen einzukaufen. Völlig unerwartet bricht eine Seuche unter den Seidenraupen in Afrika auf und Hervé fährt nach Japan, um seine Einkäufe zu erledigen.
Dort begegnet er Hara Kei, einen reichen japanischen Aristokraten, mit den er fortan seine Geschäfte führt und einer Frau, die sein Leben für immer verändern sollte. Er wechselt kein einziges Wort mit ihr und doch spürt der Gewissheit, sie wieder zu sehen.
Ein Jahr später bricht Hervé wieder auf, um nach Japan zu reisen.
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